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Installation und Update
Voraussetzungen
- Windows Server 2019/2022 oder ein Windows-Administrationshost
- Microsoft BizTalk Server 2020 oder BizTalk Administration Tools
- .NET Framework 4.6.1 Runtime
- Lokale Administratorrechte;
Setup.exeund die Anwendung fordern diese per UAC-Manifest an - Zugriff auf
root\MicrosoftBizTalkServermit den erforderlichen BizTalk-Rechten
Übergabe als TXT
Das Release erzeugt folgende Dateien unter artifacts:
BizTalkPlatformManagementTool-Setup.zip.b64.txt: Certutil-kompatible Base64-ÜbertragungBizTalkPlatformManagementTool-Setup.zip.sha256.txt: SHA-256 des ZIP-ArchivsBizTalkPlatformManagementTool-Setup.zip: direkt entpackbares Installationspaket
Auf dem Zielsystem wird die TXT-Datei so rekonstruiert und geprüft:
certutil -decode BizTalkPlatformManagementTool-Setup.zip.b64.txt BizTalkPlatformManagementTool-Setup.zip
certutil -hashfile BizTalkPlatformManagementTool-Setup.zip SHA256
type BizTalkPlatformManagementTool-Setup.zip.sha256.txt
Der Hash aus certutil muss exakt dem Wert in der SHA-256-Datei entsprechen. Danach das ZIP in einen neuen Ordner entpacken und Setup.exe starten. Ein Code-Signing-Zertifikat ist derzeit nicht Bestandteil des Repositories; deshalb schützt SHA-256 gegen Übertragungsfehler, ersetzt aber keine Signaturprüfung der Herausgeberidentität.
Neuinstallation
- ZIP vollständig entpacken;
Setup.exe,application.manifestund der Ordnerapplicationmüssen nebeneinander liegen. Setup.exestarten und die UAC-Abfrage bestätigen.- Optional die Desktop-Verknüpfung abwählen.
- Installieren wählen.
- Den Abschluss und den Pfad des Diagnoselogs prüfen.
- Die Anwendung starten, Dry run aktiviert lassen und zuerst Diagnose ausführen.
Installationsziele:
- Programm:
%ProgramFiles%\BizTalkPlatformManagementTool - Laufzeitlogs:
%ProgramData%\BizTalkPlatformManagementTool\Logs - Installerlogs:
%ProgramData%\BizTalkPlatformManagementTool\InstallerLogs - Uninstaller:
%ProgramData%\BizTalkPlatformManagementTool\Setup\Uninstall.exe - Startmenü:
BizTalk Platform Management Tool
Update und Rollback
Der Installer verändert eine bestehende Installation erst nach erfolgreicher Paketprüfung:
- Jede Payload-Datei wird gegen Länge und SHA-256 im
application.manifestgeprüft; unbekannte Zusatzdateien werden abgelehnt. - Die neue Version wird in ein eindeutiges Staging-Verzeichnis kopiert und dort mit
--self-testgeprüft. - Eine laufende Toolinstanz blockiert das Update.
- Die bestehende Installation wird in ein Backup-Verzeichnis verschoben.
- Das validierte Staging wird auf demselben Volume aktiviert.
- Die aktivierte EXE führt den Self-Test erneut aus.
- Erst danach werden Verknüpfungen und Windows-Uninstall-Eintrag aktualisiert.
Schlägt ein Schritt nach Beginn der Umschaltung fehl, entfernt das Setup die neue Version und stellt das Backup wieder her. Tritt der Fehler bereits bei Paketprüfung oder Staging auf, meldet das Setup ausdrücklich Kein Rollback erforderlich, weil die aktive Installation unverändert blieb. Staging und Backup werden anschließend bestmöglich bereinigt. Kann ein nicht mehr benötigtes Backup wegen einer Dateisperre nicht gelöscht werden, bleibt die erfolgreiche Installation aktiv und das Log kennzeichnet den Abschluss als success_with_backup_cleanup_warning.
Installer-Diagnose
Jeder Installations-, Update- und Deinstallationslauf erzeugt ein eigenes UTF-8-Log. Über Diagnoselogs öffnen kann der Ordner direkt aus dem Setup geöffnet werden. Die Logs werden 90 Tage aufbewahrt. Ist ProgramData nicht beschreibbar, versucht das Setup ein Fallback unter %TEMP%\BizTalkPlatformManagementTool\InstallerLogs und zeigt dessen Pfad an. Kann auch dort kein Log erzeugt werden, bleibt der eigentliche Fehler in der Setup-Meldung sichtbar.
Die Abschlussmeldung enthält einen stabilen Fehlercode und die betroffene Phase:
| Fehlercode | Bedeutung |
|---|---|
SETUP-INITIALIZATION |
Daten-/Logverzeichnis oder Ausgangszustand konnte nicht vorbereitet werden |
SETUP-PACKAGE-VALIDATION |
Manifest, Payload, SHA-256 oder Prüfung auf laufende Anwendung fehlgeschlagen |
SETUP-STAGING-VALIDATION |
Kopie ins Staging oder erster Self-Test fehlgeschlagen; aktive Installation unverändert |
SETUP-ACTIVATION |
Sichern oder Aktivieren der Programmdateien fehlgeschlagen |
SETUP-ACTIVATED-SELFTEST |
Zweiter Self-Test nach der Aktivierung fehlgeschlagen |
SETUP-WINDOWS-INTEGRATION |
Verknüpfung, Uninstaller oder Registry-Registrierung/Verifikation fehlgeschlagen |
UNINSTALL-* |
Die entsprechende Initialisierungs-, Prozess-, Quarantäne- oder Integrationsphase der Deinstallation fehlgeschlagen |
Das Log enthält Betriebssystem, Prozess-/OS-Bitness, .NET-Version, Rechner, Windows-Identität und Elevation sowie Installationspfade, freien Speicher, Dateigrößen, Versionen und SHA-256. Für Self-Tests werden Laufzeit, Exitcode dezimal und hexadezimal sowie vollständiges stdout und stderr geschrieben. Bei Fehlern folgen Exception-Kette, HRESULT und Stacktrace; jeder Rollbackschritt und sein Ergebnis werden separat protokolliert. Passwörter oder Verbindungsdaten werden vom Installer nicht verarbeitet oder geloggt.
Für eine Supportanalyse bitte sichern:
- Vollständige Fehlermeldung einschließlich Fehlercode und Phase.
- Das jüngste
setup-*.logaus dem vom Setup angezeigten Pfad. - Ob Neuinstallation, Update oder Deinstallation ausgeführt wurde und ob Virenscanner/Endpoint Protection eine Datei blockiert hat.
Ein erfolgreicher Installer-Self-Test bestätigt Paket, Programmstart und lokale Kernfunktionen. Der fachliche BizTalk-Zustand ist bewusst kein Rollbackkriterium: WMI-Erreichbarkeit, Berechtigungen und Umgebungszustand danach separat über Diagnose und einen Dry-run prüfen. So wird beispielsweise ein erreichbarer Installer nicht wegen eines fachlichen Unknown-Zustands zurückgerollt.
Deinstallation
Die Deinstallation ist über Apps & Features / Programme und Features oder über den Setup-Button Deinstallieren möglich. Vorher muss die Anwendung geschlossen sein. Das Programmverzeichnis wird zuerst atomar aus dem aktiven Pfad in ein eindeutiges Quarantäneverzeichnis verschoben; erst danach werden Verknüpfungen und Uninstall-Eintrag entfernt und die Dateien bestmöglich gelöscht. Scheitert die Windows-Integration, werden Programmverzeichnis, Registrywerte, Verknüpfungen und vorheriger Uninstaller wiederhergestellt. Installerlogs und der supportfähige Setup-Ordner bleiben bewusst zur Fehleranalyse unter %ProgramData%\BizTalkPlatformManagementTool erhalten.
Build, Test und Paketierung
In einer Visual-Studio-Developer-Eingabeaufforderung mit .NET Framework 4.6.1 Developer Pack:
scripts\test-release.cmd
scripts\package-release.cmd
test-release.cmd baut alle vier Projekte und führt die Regressionstests aus. package-release.cmd baut und testet erneut, erzeugt Paket, ZIP, Base64-TXT und SHA-256-Datei und validiert dabei das interne Payload-Manifest.
Die Release-Konfiguration erzeugt außerdem pro Assembly eine XML-Dokumentationsdatei im jeweiligen bin\Release-Verzeichnis. Damit werden XML-Kommentare und cref-Referenzen während des Builds compilerseitig geprüft; diese Entwicklerartefakte sind für den Betrieb nicht erforderlich und deshalb nicht Bestandteil der Installer-Payload.
Unter Mono kann der portable Anteil lokal geprüft werden:
msbuild BizTalkPlatformManagementTool.sln /p:Configuration=Release /p:Platform="Any CPU" /m:1
mono tests/BizTalkPlatformManagementTool.Tests/bin/Release/BizTalkPlatformManagementTool.Tests.exe
mono src/BizTalkPlatformManagementTool/bin/Release/BizTalkPlatformManagementTool.exe --self-test
Mono ersetzt nicht die abschließende Prüfung von UAC, Registry, Verknüpfungen und BizTalk-WMI auf einem repräsentativen Windows-/BizTalk-System.