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app-backup/SPEICHER.md
T

16 KiB
Raw Blame History

Automatische Speicherbereinigung

Platznot vor dem Backup: Korrektur vom 21.09.2026

Der Mailbericht vom 20.09. nennt 55.823.183.174 benötigte und 47.615.086.592 verfügbare Bytes: Es fehlen 8.208.096.582 Bytes (7,64 GiB). Die alte Bereinigung schützt dieselben drei lokalen Kopien wie die reguläre Retention. Dadurch kann sie bereits vor dem nächsten Backup blockieren.

SPACE_KEEP_LOCAL=1 setzt jetzt eine eigene Untergrenze für Platznot, auch bei bestehender Konfiguration ohne diesen Eintrag. Die neuesten so vielen gültigen, als hochgeladen markierten lokalen Sätze bleiben erhalten. RETENTION_KEEP_LAST=3 gilt weiterhin für die normale Retention und wird nicht verändert. Wer die alte Grenze ausdrücklich beibehalten möchte, setzt SPACE_KEEP_LOCAL=3. Null ist unzulässig. Die Reserve MIN_FREE_GB=10 und die Snapshot-Schätzung bleiben bestehen.

Gelöscht wird ältester Satz zuerst, nur bis der Bedarf gedeckt ist und nur nach vollständiger lokaler Inhaltsprüfung, Remote-Datei-/Größenvergleich und bytegenauem Vergleich von Remote-Manifest und COMPLETE. Für die beiden kleinen Kontrolldateien gelten dieselben begrenzten Versuche/Zeitlimits; Archive werden nicht heruntergeladen. Die geschützten neuesten lokalen Kopien werden zuvor ebenfalls vollständig geprüft. Ist eine davon beschädigt oder unvollständig, bleiben alle älteren Kandidaten erhalten; ein bloßer UPLOADED-Marker genügt nicht als Rückfallabsicherung. Signalisierte Abbrüche beenden die Bereinigung, statt weitere Kandidaten zu versuchen. Nach jeder Entfernung wird der tatsächlich freie Platz neu gemessen. Mountpoints, auch Bind-Mounts einzelner Dateien, werden nicht rekursiv gelöscht.

Das schafft Platz, wenn ausreichend bestätigte lokale Kopien vorhanden sind. Bei geschützten Beständen, Remote-Fehlern oder einem zu kleinen Datenträger kann die Software keinen sicheren Platz erzwingen: Sie bricht vor dem Writer-Stopp ab und protokolliert Bedarf, Verfügbarkeit, Defizit sowie verbleibende Archivbestände mit belegten Bytes und Schutzgrund. Nicht bestätigte Uploads bleiben erhalten. Das Update führt diese Bereinigung bereits vor der Installation aus; sie ist daher auch dann wirksam, wenn der bisher installierte Stand nicht mehr starten kann.

Wenn die geschützten Bestände den Platz belegen

preflight.log beziehungsweise das Backup-Log zeigt, ob bestätigte lokale Sätze oder unbestätigte/unklare Bestände übrig sind. Zunächst lesend prüfen:

sudo du -xhd2 /var/backups/app-backup
df -h /var/backups/app-backup
sudo find /var/backups/app-backup/archives -maxdepth 2 -name UPLOADED -printf '%h\n'

Unbestätigte vollständige Sätze müssen außerhalb dieses automatischen Ablaufs gesondert geprüft und offsite veröffentlicht oder auf einen anderen Datenträger verschoben werden. Keinen UPLOADED-Marker manuell vortäuschen. Reicht auch danach der Platz nicht, das Backup-Dateisystem erweitern oder WORKDIR/STAGING_ROOT/ ARCHIVE_DIR auf einen ausreichend großen dedizierten Datenträger umstellen. Eine Verlagerung erfolgt bei gestoppten Backup-/Restore-/Update-Aufträgen; vorhandene Sätze, Besitzrechte und Modus 700 müssen erhalten bleiben. Anschließend --prepare-space und --check mit der neuen Konfiguration ausführen. Weder geschützte Recovery-Daten noch die letzte bestätigte lokale Sicherung werden als Ausweg automatisch gelöscht.

Der auf Gemini gemeldete Abbruch vom 12.09.2026 erfolgte nach dem erfolgreichen Wiederanlauf der Dienste, während der Kompression: Unter /var waren nur noch 9,2 GiB frei, die konfigurierte Reserve beträgt 10 GiB. Rund 29 GiB Staging und 91 GiB Archive belegten denselben Datenträger. Eine reine Reserveprüfung vor dem Backup konnte den zusätzlichen Platzbedarf nicht erkennen.

Neuer Ablauf

Backup, Restore und Update teilen sich dieselbe Sperre. Vor einem echten Backup oder der Update-Vorbereitung werden folgende Schritte ausgeführt:

  1. Einen unterbrochenen, eindeutig markierten monatlichen Restore-Test bereinigen. Eine möglicherweise noch laufende Test-DB wird zuerst entfernt. Ist Docker dafür nicht erreichbar, bleiben ihre Dateien geschützt; die Bereinigung meldet einen Fehler und der Bereinigungsdienst versucht es erneut.
  2. Erkannte Backup-Arbeitsreste früherer Läufe entfernen. Dazu müssen privates Verzeichnis, Laufname, meta/run-id.txt und meta/format.txt zusammenpassen. Das zugehörige unvollständige Archivverzeichnis wird ebenfalls entfernt. Damit ist der im Gemini-Log gezeigte Fehlerfall auch aus älteren Paketständen erkennbar. Unbekannte Ordner werden nicht anhand ihres Alters gelöscht.
  3. Den Snapshot-Bedarf mit einem rsync-Trockenlauf unter denselben Excludes wie beim Backup und einer lesenden DB-Größenabfrage schätzen. Die Planung enthält Dateisystem-/Archiv-Metadaten, zusätzliche Dump-/Wachstumsreserven und bei gemeinsamem Dateisystem Platz für Snapshot plus Archiv. Erst nach erfolgreicher Platzprüfung werden produktive Writer angehalten.
  4. Bei Platzmangel ältere geeignete lokale v2-Sätze prüfen. Nur Sätze mit gültigem Manifest, COMPLETE und lokalem UPLOADED kommen infrage. Die neuesten SPACE_KEEP_LOCAL geeigneten Kopien bleiben geschützt (Default und Minimum eins). Ältere Kandidaten werden lokal vollständig validiert und mit rclone check --size-only inklusive Manifest und COMPLETE auf Remote-Dateiexistenz und passende Größen geprüft (ohne Archivdownload). Erst bei erfolgreicher Prüfung wird die lokale Kopie entfernt; zusätzlich müssen Remote-Manifest und COMPLETE bytegenau mit den lokalen Dateien übereinstimmen. Fehlende Remote-Dateien oder Größenabweichungen verhindern die Löschung. Gleich große Inhaltsbeschädigungen werden erst beim Restore erkannt. Es wird nur so lange bereinigt, bis der geplante Platz reicht.

Diese Offsite-Vergleiche verwenden ebenfalls die begrenzten Prüfanläufe und Zeitlimits aus REMOTE_READBACK.md. Ein fehlgeschlagener Vergleich erlaubt auch nach mehreren Versuchen keine lokale Löschung.

Die Platzbereinigung benötigt keinen vorherigen neuen Sicherungslauf. Sie darf das lokale Aufbewahrungsalter und RETENTION_KEEP_LAST unterschreiten, niemals die eigene Mindestanzahl SPACE_KEEP_LOCAL. Sie verändert keine Offsite-Daten. Die normale Altersretention nach einem neuen erfolgreichen Backup bleibt davon getrennt. --no-retention im Update unterdrückt die Altersretention, erlaubt aber weiterhin die hier beschriebene Platzbereinigung.

Nach dem Ende des Kopierfensters werden Dienste wie bisher wieder gestartet. Während der Kompression wird jede Komponente vollständig als Archiv geprüft; danach wird ihre unkomprimierte Arbeitskopie sofort entfernt. Die kleinen Metadaten bleiben bis zum Abschluss für Veröffentlichung und Wiedererkennung. Der Mailbericht erfasst die ursprünglichen Staging-Größen vor dieser Freigabe.

Bei einem fehlgeschlagenen Backup werden dessen Staging und unvollständige Archive nach erfolgreicher Dienstwiederherstellung ebenfalls entfernt. Der Fehler bleibt im Status und Bericht sichtbar. Ein vollständiger lokaler Satz, dessen Upload fehlgeschlagen ist, bleibt erhalten.

Grenzen der automatischen Löschung

Folgende Daten bleiben geschützt:

  • vollständige lokale Sätze ohne bestätigten Upload;
  • die neuesten SPACE_KEEP_LOCAL geeigneten lokalen Sicherungen;
  • ein .partial-Verzeichnis, das bereits einen COMPLETE-Marker enthält;
  • sämtliche Arbeitsreste bei vorhandenem recovery-*.json oder angefangener Recovery-Datei: zunächst muss der Dienst-/Restore-Zustand geklärt werden;
  • manuell entpackte Restores, historische v1-Archive und unbekannte Verzeichnisse;
  • Symlink-Ziele, eingehängte Dateisysteme, fremde Container, Images und Volumes.

Es gibt kein docker system prune, keine pauschale Löschung von /var/backups und keine automatische Entfernung von Paketrollback-Sicherungen. Die entfernte lokale Historie wird durch einen Paketrollback nicht wiederhergestellt; ihre geprüften Offsite-Kopien stehen weiterhin zum Download bereit.

Scheitert die Platzbeschaffung an diesen Grenzen, beendet sich das Backup vor dem Anhalten der Writer mit einer konkreten Platzmeldung. Bei Änderungen durch andere Prozesse oder ungewöhnlich wachsenden Dumps können spätere Prüfungen trotzdem scheitern. Die Schätzung ist keine Dateisystemquote. Fehler bei produktiver Dienstwiederherstellung oder einem echten Restore erfordern weiterhin einen Admin; sie werden nicht durch automatisches Löschen oder Neustarten verdeckt.

Ein bereits vollständig lokaler, aber noch nicht hochgeladener Satz wird nicht automatisch nachträglich hochgeladen. Solche Sätze bleiben bei wiederholten Remote-Ausfällen erhalten und können einen Eingriff nötig machen.

Restore und MariaDB-Vorbereitung

Der monatliche Restore-Test verarbeitet alle Komponenten einzeln. Standardmäßig begrenzt RESTORE_TEST_MAX_WORK_GB=0 das Arbeitsvolumen anhand der tatsächlich freien Kapazität bei mindestens RESTORE_TEST_MIN_FREE_GB=2 GiB Reserve. Ein positiver Wert setzt zusätzlich eine feste Obergrenze. Die Update-Option --enable-restore-test aktiviert den Test und setzt ausdrücklich das adaptive Budget; ohne diese Option bleibt eine bestehende feste Grenze erhalten.

Vor Download und Entpacken versucht der Test bei Platzmangel die oben beschriebene lokale Bereinigung. Während des laufenden Imports werden Grenzen überwacht; bei Unterschreitung wird abgebrochen und bereinigt. Dabei werden nicht nebenher Sicherungen gelöscht. Vorbereitete MariaDB-Images bleiben zur Wiederverwendung erhalten. Ein Image-Download prüft zusätzlich Platz auf dem Docker-Dateisystem.

app-restore.sh --remote-run ... --verify-only lädt jeweils nur ein komprimiertes Archiv herunter, validiert es vollständig und entfernt es sofort. Lokale --verify-only-Aufrufe prüfen den Satz direkt ohne Kopie. Bei Fehlern werden die eigenen Prüftemporärdateien entfernt; neue abgebrochene Download-Prüfungen sind durch einen Marker beim nächsten Lauf erkennbar. Manuelle --extract-only- und produktive --apply-Restores benötigen weiterhin Platz für ihren vollständigen Arbeitsbestand; zusätzliche Kopier- und Entpackgrößen werden vorab geprüft. Ihre Daten werden bei Fehlern zur Prüfung erhalten und nicht automatisch als Testreste gelöscht. Eine ausgewählte lokale Restore-Quelle ist von der Platzbereinigung ausgenommen.

Vorgehen auf Gemini

Das neue Update-Paket wie in UPDATE_ANLEITUNG.md mit --enable-restore-test starten. Es bereinigt vor der Vorprüfung erkannte alte Arbeitsreste, bereitet MariaDB vor und führt Backup mit Remote-Dateiprüfung aus. Nach erfolgreicher Update-Abnahme aktiviert es die Timer; der vollständige Restore-Test folgt beim Monatstermin. Der alte fehlgeschlagene Update-Ordner bleibt als Diagnose-/Rollback-Nachweis erhalten; ein pauschales rm ist unnötig.

Nach bereits erfolgter Installation kann die Platzvorbereitung separat gestartet werden. Dieser Befehl bereinigt tatsächlich nach den obigen Regeln, erstellt aber kein Backup und hält keine Anwendungen an:

sudo bash /usr/local/sbin/app-backup.sh --prepare-space
sudo bash /usr/local/sbin/app-backup.sh --check
df -h /var/backups/app-backup

--check allein bleibt eine Prüfung ohne Bereinigung. Vollständige lokale Inhaltsprüfungen können dauern; remote werden nur Dateiexistenz und Größen geprüft. Der Starter nennt sein Verzeichnis mit preflight.log; der spätere Worker schreibt update.log und result.txt. SUCCESS im aktuellen result.txt bestätigt das Update; der Restore-Teststatus ist ein separater Nachweis nach dem Monatslauf. Scheitert ein Update trotz der sicheren Bereinigung, bleiben die Timer nach begonnener Installation gestoppt; der Fehler muss behoben und das Paket erneut ausgeführt werden.

Gemini: historische Archive erhalten, Staging trennen – 18.10.2026

Reparatur vorbereitet; produktive Ausführung und vollständiger neuer Lauf noch offen. Die durch Johannes ausgeführte Root-Diagnose bestätigt rund 48 GB historische flache Archive sowie drei vollständige lokale Sätze ohne UPLOADED. Die Platzprüfung des Nachtlaufs bricht vor dem Snapshot ab. Diese Daten werden nicht als automatische Löschkandidaten freigegeben.

operations/gemini_backup_repair.py ist eine feste Gemini-Operation. Sie wird zusammen mit der ACME-Reparatur aus dem ai-rem-maintenance-Paket gestartet:

sudo bash /var/tmp/resume-gemini-repair-20261018.sh
sudo journalctl -fu jr-gemini-repair-20261018-r2.service --no-pager

Der einmalige Hintergrundauftrag erfordert das Betreiberpasswort. Quellen, Prüfsumme und vollständiger Ablauf stehen im Wartungsrepository.

Die Speicheroperation erhält die bisherigen Archive wie folgt:

  • Historische flache Archive und bei Bedarf ältere vollständige, nicht als hochgeladen bestätigte Sätze werden auf die freie Root-Partition unter /srv/app-backup-preserved-20261018/ verlagert. Quelle und Ziel jeder Datei werden mit SHA-256 sowie rsync-Metadatenprüfung verglichen und Zielzustand synchronisiert. Das ursprüngliche Objekt wird erst danach entfernt; die Sicherung bleibt unter ihrem bisherigen Namen am neuen Ort erhalten.
  • Bestätigte aktuelle lokale Sätze bleiben im aktiven Archivverzeichnis. Die Verlagerung macht aus unbestätigten Sätzen keine bestätigten Uploads. Unter /var/lib/jr-app-backup-space-20261018/ liegen ursprüngliche Konfiguration, Planung und ein Prüfnachweis mit Quell-/Zielort pro Objekt, ausschließlich root- lesbar. Alte Pfade nach einer erfolgreichen Verlagerung nicht weiterverwenden.
  • STAGING_ROOT wechselt nach erfolgreicher Prüfung auf /home/.app-backup-staging; ARCHIVE_DIR bleibt unter /var. Neue und alte Pfade dürfen keine Backup-Quellen einschließen oder in Quellen liegen.
  • Die normale gemeinsame Backup-Sperre wird gehalten. Bestehende Recovery-Marker, belegtes Staging, unbekannte Zielkopien, Symlinks, Hardlinks, fremde Besitzer, beschreibbare Archive und zu wenig Platz führen zum Abbruch. Vor der Konfigurationsaktivierung laufen die echten --prepare-space- und --check- Prüfungen mit der vorgeschlagenen Konfiguration und geerbter echter Sperre.
  • MIN_FREE_GB, Aufbewahrung und Schätzung bleiben unverändert. Auf / verbleiben mindestens die konfigurierte Reserve plus 2 GiB. Auf /var wird Platz für das aktuell geschätzte Snapshotbudget plus Reserve plus 10 GiB zusätzlichen Spielraum geschaffen. Die aktuelle Live-Schätzung ist trotzdem maßgeblich.

Danach wird der normale app-backup.service gestartet. Der erfolgreiche Reparaturauftrag bestätigt nur die Vorbereitung und das Einreihen dieses Laufs. Erst dessen SUCCESS einschließlich Offsite-Prüfung bestätigt die Backup-Abnahme. Der Kopier-/Dumpabschnitt hält wie bisher die konfigurierten Writer kurz an.

Bei Teilfehlern bleiben verifizierte Zielkopien erhalten. Die alte Konfiguration wird bis zum erfolgreichen Preflight nicht ersetzt. Eine Rücknahme der Konfiguration allein stellt verlagerten Bestand und freien Platz nicht zurück; kein blindes Zurückkopieren oder Löschen. Den Nachweis pro Objekt zur gezielten Wiederherstellung beziehungsweise Auswahl historischer Restore-Quellen nutzen.

Acht lokale Tests prüfen Datei- und Verzeichnisverlagerung, Kopierkorruption mit erhaltenem Original, Schutz vor Quellenüberschneidung/Links und Platzreserve. Die produktive Abnahme und ein vollständiger Restore-Test stehen weiterhin aus.

Fortsetzung nach Certbot-Abbruch

Der erste Auftrag vom 18.10.2026 scheiterte bei Certbot, bevor die Speicheroperation begann. Revision 2 schätzt den aktuellen Bedarf lesend aus rsync-Dateistatistiken mit denselben Excludes und aus DB-Größen. Dateimetadaten, SQL-Ausdehnung und Wachstumsreserve entsprechen dem bestehenden Backup-Programm. Ältere Journalzeilen werden dafür nicht benötigt; die vorhandenen echten --prepare-space-/--check-Prüfungen bleiben die abschließende Voraussetzung.