# Analyse: Runtime-Abnahme mit Endpoint-Reachability `UNKNOWN` ## Beobachtung Setup 2.2.5 schaltete die neue Version um, startete den Provider erfolgreich und validierte danach die Runtime-Artefakte. Die Abnahme endete trotzdem mit: ```text Runtime validation failed: Snapshot enthaelt unzuverlaessige UNKNOWN-Zustaende in stabilen Services. UNKNOWN=[BizTalk Endpoint Reachability]. ``` Anschließend stellte der Installer die vorherige Version samt Task und frischem Snapshot erfolgreich wieder her. ## Einordnung `LastTaskResult=0` belegt, dass der Providerlauf technisch abgeschlossen und ein Snapshot geschrieben wurde. Zusätzlich waren Snapshot-Zeitpunkt, SHA-256, Maschine, Collector-Identität, alle neun Servicenamen und der im Abnahmelauf synchronisierte Endpoint-Katalog valide. Das verbleibende `UNKNOWN` war daher kein Installations- oder Transaktionsfehler, sondern der fachliche Zustand der Endpoint-Prüfung. Der Endpoint-Service verwendet `UNKNOWN`, wenn die Prüfabdeckung nicht vollständig verlässlich ist, zum Beispiel bei einer nicht sicher auf Host/Port reduzierbaren aktiven Adresse, einem Katalog-/Probehinweis oder fehlendem manuellem Override. Diesen Zustand auf `OK` zu ändern würde die Monitoringlücke verbergen. ## Korrektur in Version 2.2.6 - Snapshot, Erzeugungszeit, Integrität, Maschine und Collector-Identität werden unverändert strikt geprüft. - Alle neun stabilen Services müssen eindeutig vorhanden sein. - Bei aktivierter Endpoint-Prüfung muss der Katalog weiterhin im gestarteten Abnahmelauf erfolgreich synchronisiert worden sein. - `UNKNOWN` in einem Kernservice bleibt ein Abnahmefehler. - Ausschließlich `BizTalk Endpoint Reachability = UNKNOWN` wird als nicht blockierende Betriebswarnung akzeptiert. - Die vollständige UNKNOWN-Zeile erscheint in Setup-Ausgabe und Setup-Log und bleibt unverändert im Snapshot für Checkmk erhalten. Damit wird die Installation abgeschlossen, ohne einen ungeklärten Monitoringzustand grünzufärben. Der normale Minutentask läuft weiter und die Endpoint-Ursache kann anhand von `unresolved_endpoints`, `catalog_or_probe_error`, `biztalk_endpoints_unresolved`, Katalog und Provider-Log gezielt bearbeitet werden. ## Weiteres Vorgehen in ACC 1. Setup 2.2.6 als Update ausführen und die ausgegebene `RUNTIME_VALIDATION_WARNING` sichern. 2. Im Snapshot die vollständige Zeile `BizTalk Endpoint Reachability` prüfen. 3. Bei `unresolved_endpoints` Adapter, Artefakt und Grund auswerten und nur bei einem tatsächlich externen Ziel einen geheimnisfreien manuellen Override in `endpoints.xml` ergänzen. 4. Bei `catalog_or_probe_error` zuerst Provider-Log und Katalog-XML prüfen. 5. Nach der Bereinigung zwei Minutenläufe und den Checkmk-Agent-Dump prüfen. ## Regressionstests - Ein isoliertes Endpoint-Reachability-`UNKNOWN` wird als Warnung akzeptiert und sein vollständiger Detailtext bleibt erhalten. - `BizTalk Platform = UNKNOWN` bleibt blockierend. - Fehlender Service, alter Snapshot, falsche Identität und alter Katalog bleiben blockierend.