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biztalk-checkmk-pulse/docs/EndpointCatalog.md
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4.5 KiB

Endpoint-Katalog und Netzwerkprobe

Automatischer Betrieb

Der privilegierte Provider liest bei seiner bereits vorhandenen MSBTS_SendPort-/MSBTS_ReceiveLocation-Abfrage auch die dokumentierten Transportadressen. Fehlt die Datei

%ProgramData%\BizTalkCheckmkPulse\data\endpoints.xml

wird sie im ersten erfolgreichen Lauf erzeugt. Danach erfolgt der vollstaendige Abgleich alle EndpointDiscoveryIntervalHours (Default: 168 Stunden). Ein Fehler beim Abgleich ersetzt keinen letzten gueltigen Katalog. Checkmk meldet den ueberfaelligen/fehlgeschlagenen Abgleich trotzdem als UNKNOWN.

Unabhaengig vom Wochenabgleich wird bei jedem Minutenlauf gegen den aktuellen BizTalk-Runtimezustand gefiltert:

  • Receive Location nur bei IsDisabled=false
  • Send Port nur bei Status=Started
  • dynamischer Send Port nie als statisches Ziel

Damit wird ein inzwischen gestopptes/deaktiviertes Artefakt sofort nicht mehr geprueft. Neue Artefakte werden spaetestens beim naechsten Wochenabgleich aufgenommen.

Laufzeitbudget

Die Socket-Probes werden nach Protokoll, Host und Port dedupliziert und mit maximal EndpointProbeMaxConcurrency=16 parallelen Verbindungen ausgefuehrt. Bei EndpointProbeTimeoutMilliseconds=3000 benoetigen 70 vollstaendig timeoutende eindeutige Ziele theoretisch etwa 15 Sekunden. Die Standardgrenze EndpointMaxCount=100 begrenzt diesen Anteil eines Providerlaufs auf etwa 21 Sekunden. Nicht pruefbare aktive BizTalk-Artefakte zaehlen nicht gegen diese Grenze; sie werden separat als unsupported gemeldet.

Checkmk selbst wartet nicht auf diese Verbindungen, sondern liest nur den zuletzt atomar geschriebenen Snapshot. Die reale ACC-Laufzeit ist nach dem Update an biztalk_endpoint_probe_duration_ms sowie an endpoint_probe_ms und elapsed_ms im Provider-Log zu kontrollieren. Der Scheduled Task verhindert mit IgnoreNew ueberlappende Providerlaeufe.

Sicherheitsmodell

Der Katalog speichert nicht die vollstaendige BizTalk-Adresse. Persistiert werden nur:

  • Artefakttyp, Anwendung, Name und Transportrolle
  • Adaptername
  • TCP oder UDP
  • Host und Port
  • enabled und autoDiscovered

URI-Benutzerinformationen, Kennwoerter, Pfade und Querystrings werden nicht geschrieben. Der Katalog liegt im bereits ACL-geschuetzten data-Verzeichnis; nur Provider und Administratoren duerfen ihn aendern. LocalSystem liest nur den separaten, validierten Checkmk-Snapshot.

Manuelle Korrektur eines automatisch nicht aufloesbaren Endpoints

Vor einer manuellen Aenderung den Scheduled Task kurz stoppen und die Datei sichern. Einen vorhandenen Eintrag auf den gewuenschten Host/Port korrigieren und autoDiscovered="false" setzen. Der vorhandene key bleibt unveraendert:

<Endpoint
  key="SENDPORT|ORDERS|SP ORDER OUT|PRIMARY"
  artifactType="SendPort"
  application="Orders"
  artifact="SP Order Out"
  transportRole="Primary"
  adapter="Custom Adapter"
  protocol="TCP"
  host="gateway.example.internal"
  port="7443"
  enabled="true"
  autoDiscovered="false" />

Manuelle Eintraege werden beim Wochenabgleich erhalten. Stimmen Artefakttyp und key mit einem Send-/Receive-Artefakt ueberein, gilt weiterhin dessen Started-/Enabled-Filter. Ein zusaetzliches, nicht an BizTalk gebundenes Ziel kann artifactType="Manual" verwenden; es wird bei enabled="true" immer geprueft.

Nach dem Speichern Task wieder starten und pruefen:

Start-ScheduledTask -TaskName 'BizTalk Checkmk Pulse Provider'
Get-Content "$env:ProgramData\BizTalkCheckmkPulse\logs\*.log" -Tail 100
& "$env:ProgramFiles\BizTalkCheckmkPulse\BizTalkCheckmkPulse.exe" --consume

Ungueltiges XML, doppelte Keys, falsche Maschine/Umgebung, unbekannte Protokolle, ungueltige Ports und uebergrosse Dateien werden verworfen. Der Provider kann bei vollstaendig verfuegbarem BizTalk-Runtimezustand einen ungueltigen rein automatisch erzeugten Katalog neu aufbauen. Deshalb muss ein manueller Eintrag vor dem produktiven Einsatz gesichert und im Provider-Log verifiziert werden.

Protokollgrenzen

TCP-Connect ist fuer HTTP(S), SFTP, FTP, SMB/UNC, WCF und net.tcp der passende nebenwirkungsfreie Netzwerktest. Er bestaetigt DNS, Routing, Firewall und einen annehmenden TCP-Port, aber nicht die fachliche Antwort der Zielanwendung.

UDP ist verbindungslos. Bei udp://host:port bestaetigt der Check nur DNS, Route und erfolgreichen lokalen Datagrammversand. Fuer einen belastbaren UDP-Dienstcheck waere ein adapter-/protokollspezifisches Request/Response- Payload erforderlich; ein solches fachliches Paket wird bewusst nicht erfunden.