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ACC-Analyse: Checkmk-Datenalter und Endpoint Reachability
Befund
Die am 10.08.2026 bereitgestellten ACC-Artefakte zeigen zwei getrennte Fehlerbilder.
1. Checkmk findet die neun Services nicht mehr
Die Checkmk-Ansicht erwartet die bisherigen Namen ohne Umgebung, zum Beispiel:
BizTalk Endpoint Reachability
BizTalk Platform
BizTalk SQL Access
Der aktuelle Snapshot enthält dagegen ausschließlich umbenannte Services:
BizTalk ACC Endpoint Reachability
BizTalk ACC Platform
BizTalk ACC SQL Access
Damit ist Item not found in monitoring data kein Beleg für einen veralteten
oder fehlenden Snapshot. Checkmk sucht nach einem anderen Servicenamen als der
Agent aktuell liefert. Die unterschiedlichen Alterswerte sind die Zeitpunkte,
zu denen Checkmk die jeweiligen alten Namen zuletzt gesehen hat.
Ursache in Version 2.2.1: EnvironmentName=ACC wurde zugleich als
Servicenamensbestandteil verwendet. Das Installerfeld „Umgebung“ konnte damit
bei einem Update den stabilen Checkmk-Vertrag unbeabsichtigt ändern.
2. Endpoint-Probe ist schnell und erfolgreich, wird aber als UNKNOWN formatiert
Der Snapshot belegt:
| Wert | ACC-Befund |
|---|---|
| aktive Transportkandidaten laut Katalog | 135 |
| automatisch konfigurierte/prüfbare Artefakte | 64 |
| vollständig getestete Artefakte | 64 |
| erreichbare Artefakte | 64 |
| fehlgeschlagene Artefakte | 0 |
| eindeutige Host-/Port-/Protokoll-Ziele | 17 |
| nicht automatisch auflösbare externe Kandidaten | 61 |
| Probe-Laufzeit | 266 ms |
Die Netzwerkprobe selbst ist damit weder veraltet noch langsam. Sie dedupliziert 64 Artefakte auf 17 Netzwerkverbindungen und schließt alle Probes in deutlich unter einer Sekunde ab.
Version 2.2.1 behandelt jedoch jeden Wert
biztalk_endpoints_unsupported > 0 als unvollständiges Ergebnis. Deshalb wird
der Service trotz available=64 und failed=0 als UNKNOWN ausgegeben. Die
61 Kandidaten fehlen erwartungsgemäß in endpoints.xml, weil für sie kein
sicherer und geheimnisfreier Host/Port ermittelt werden konnte. Das ist eine
Abdeckungsinformation, kein Fehler der 64 ausgeführten Probes.
Aus 135 - 64 - 61 ergeben sich zusätzlich 10 lokale, dynamische oder bewusst
nicht netzwerkprüfbare Kandidaten. Version 2.2.2 weist sie explizit als
excluded aus.
Korrektur in Version 2.2.2
Stabile Servicenamen
EnvironmentNamebleibt Umgebungsmetadatum für Snapshot und Katalog.- Standard
IncludeEnvironmentInServiceName=false: Die neun Namen bleibenBizTalk ...und passen wieder zu den bereits entdeckten ACC-Services. - Nur ein bewusstes Opt-in mit
trueerzeugt Namen wieBizTalk ACC ...und verlangt anschließend eine Checkmk Service Discovery. - Version 2.2.3 ergänzt einen versionsübergreifenden Installer-Schutz: Der tatsächliche Servicevertrag der vorhandenen und der neuen EXE wird vor dem Task-Stopp verglichen. Unbestätigte Renames, neue oder entfernte Services blockieren das Update; die Differenz wird vollständig angezeigt.
- Version 2.2.4 erzwingt nach der Umschaltung einen frischen vollständigen Endpoint-Katalogabgleich und akzeptiert die Installation erst nach einem erfolgreichen Providerlauf mit neuem, identitäts- und integritätsgeprüftem Snapshot sowie neun verlässlichen stabilen Services.
Korrekte Abdeckungssemantik
- Erfolgreich geprüfte Ziele bestimmen den Zustand der Endpoint-Probe.
- Ein fehlgeschlagenes getestetes Ziel bleibt
CRIT. unsupportedundexcludedwerden als vollständige Metriken ausgegeben, führen neben erfolgreicher Prüfabdeckung aber nicht mehr zuUNKNOWN.- Wenn externe
unsupported-Kandidaten existieren und überhaupt kein Ziel automatisch geprüft werden kann, bleibt der Service bewusstUNKNOWN.
Sofortige Katalogkonsistenz
Der Provider vergleicht in jedem Minutenlauf die bereits aus WMI gelesenen aktiven Kandidaten mit dem Katalog. Folgende Änderungen lösen sofort einen atomaren Neuabgleich aus:
- neuer, deaktivierter oder entfernter prüfbarer Artefaktschlüssel,
- geänderter Host, Port oder Protokoll eines vorhandenen Artefakts,
- geänderte Zahl aktiver oder nicht automatisch auflösbarer Kandidaten.
Manuelle Overrides gelten weiterhin als beabsichtigte Abdeckung und lösen keine Refresh-Schleife aus. Der 168-Stunden-Abgleich bleibt als zusätzliche Frischegrenze bestehen.
Laufzeitgrenzen
Die performante Implementierung bleibt unverändert:
- Deduplizierung nach Protokoll, Host und Port,
- maximal 16 parallele Probes,
- 3 Sekunden Timeout je eindeutiges Ziel,
- maximal 100 automatisch konfigurierte Endpoint-Einträge.
Der beobachtete ACC-Wert von 266 ms für 17 eindeutige Ziele liegt deutlich im Minutenbudget.
Erwartung nach dem Update
Der Endpoint-Service sollte bei unverändertem ACC-Zustand sinngemäß liefern:
0 "BizTalk Endpoint Reachability" ... candidates=135 ... active=64 ...
available=64 ... failed=0 ... unsupported=61 ... excluded=10 ...
unique_targets=17 ... probe_ms=<Laufzeit>
Die übrigen fachlichen Zustände aus dem gelieferten Snapshot werden danach in Checkmk wieder sichtbar und sind getrennt zu bewerten:
- 3 resumable Suspensions:
WARN, - 2 Host Instances mit unbekanntem Status:
CRIT, - 22 nicht allowlistete deaktivierte Receive Locations:
CRIT, - 17 nicht allowlistete inaktive Send Ports:
CRIT, - 2 Errors und 6 Warnings im Event-Log-Zeitfenster:
WARN.
Diese Zustände sind nicht die Ursache des Datenalters und werden durch den Endpoint-/Namensfix bewusst nicht grüngefärbt.
ACC-Abnahme nach Installation
-
Setup 2.2.5 als Update ausführen; Umgebung
ACCkann bestehen bleiben. Beim Wechsel von der fehlerhaften 2.2.1-AusgabeBizTalk ACC ...auf die stabilen Namen die Rename-/Discovery-Checkbox bewusst aktivieren. -
In der installierten Config bestätigen:
EnvironmentName=ACC IncludeEnvironmentInServiceName=false -
Scheduled Task manuell starten und
LastTaskResult=0prüfen. -
Snapshot zweimal im Abstand von ungefähr einer Minute prüfen;
generatedUtcmuss fortschreiten und die Namen müssenBizTalk ...ohneACClauten. -
BizTalk Endpoint Reachabilitymuss beifailed=0und vorhandener automatischer PrüfabdeckungOKliefern.unsupported/excludedbleiben als Metriken sichtbar. -
Agent-Dump prüfen:
"C:\Program Files (x86)\checkmk\service\cmk-agent-ctl.exe" dump | findstr /C:"BizTalk " -
Checkmk-Prüfung neu planen. Die bestehenden neun Namen sollten ohne Umbenennung wieder Daten erhalten. Nur falls Checkmk noch alte
BizTalk ACC ...-Services enthält, einmal Service Discovery durchführen und die bewusst falschen Namen entfernen. -
biztalk_endpoint_probe_duration_msundelapsed_msüber mehrere Läufe beobachten; der Task darf nicht in das nächste Minutenintervall laufen.