5.5 KiB
Checkmk-Integration und Betriebsübergabe
Verantwortungsgrenzen
| Team | Aufgabe |
|---|---|
| AD/Security | normales dediziertes Servicekonto; Aufnahme in exakt konfigurierte BizTalk-Read-Only-Gruppe |
| BizTalk/SQL | Gruppenabbildung und BTS_READONLY_USERS bestätigen; keine Einzelrechte |
| Windows | Paket installieren, ACL und Scheduled Task prüfen |
| Checkmk | Wrapper verteilen beziehungsweise Installation koordinieren, Discovery und Alarmierung |
Der Checkmk-Agent bleibt LocalSystem. Er greift weder auf BizTalk-WMI noch
auf SQL zu. Der minütliche Scheduled Task sammelt unter dem privilegierten
Provider-Konto und publiziert einen validierbaren Snapshot.
Installation
BizTalkCheckmkPulse-Setup.zip vollständig entpacken, Setup.exe als
Administrator starten und Konto, Kennwort sowie Umgebung eingeben. Konten wie
BEW\t231bizmon werden direkt im Windows-Format DOMAIN\Benutzer verarbeitet.
Der Installer benötigt keine PowerShell.
Der Installer legt den Local Check hier ab:
%ProgramData%\checkmk\agent\local\biztalk_checkmk_pulse.cmd
Die EXE liegt zentral hier:
%ProgramFiles%\BizTalkCheckmkPulse\BizTalkCheckmkPulse.exe
Checkmk-Agent-Konfiguration
Der Wrapper darf synchron laufen, da er nur einen kleinen lokalen Snapshot
liest. Eine alte Async-Regel mit cache_age: 300 aus der direkten
WMI-Architektur soll entfernt werden; andernfalls addiert sie eine unnötige
Verzögerung zum minütlichen Provider.
Aktive Agentkonfiguration prüfen:
"C:\Program Files (x86)\checkmk\service\check_mk_agent.exe" showconfig local
Verbindlicher Agent-Dump:
"C:\Program Files (x86)\checkmk\service\cmk-agent-ctl.exe" dump
Service Discovery
Das Setup ab 2.2.4 schließt erst erfolgreich ab, nachdem der erste Providerlauf
unter dem echten Collector-Konto einen frischen Snapshot und – bei aktivierter
Endpoint-Prüfung – einen frisch synchronisierten Katalog erzeugt hat. Die neun
stabilen Services müssen vollständig und ohne UNKNOWN vorliegen. Diese lokale
Runtime-Abnahme ersetzt nicht die zentrale Checkmk Service Discovery.
EnvironmentName kennzeichnet Snapshot und Katalog, ändert die neun
Servicenamen aber standardmäßig nicht. Nur das bewusste Opt-in
IncludeEnvironmentInServiceName=true erzeugt umgebungsabhängige Namen und
verlangt den anschließenden Discovery-Abgleich.
Ab Setup 2.2.5 darf der gültige Servicevertrag der installierten
Ausgangsversion weniger als neun Services enthalten. So ist das Update einer
Legacy-Version mit acht Services möglich; nur Paket, Staging und Zielversion
müssen exakt neun Services liefern. Additive Services werden gemeldet, aber
nicht blockiert. Entfernte oder umbenannte Services erfordern weiterhin die
bewusste Bestätigung im Setup. Laufbezogene Details stehen in
%ProgramData%\BizTalkCheckmkPulse\logs\setup-*.log.
- Provider dreimal erfolgreich laufen lassen.
LastTaskResult=0, frischen Snapshot und Log prüfen.- Agent-Dump im
LocalSystem-Kontext prüfen. - Service Discovery für den BizTalk-Host ausführen.
- neun stabile Services aufnehmen und den alten
BizTalk Runtime Artifacts-Service entfernen. - Changes aktivieren.
- Views, Servicegruppen und Benachrichtigungen einrichten.
Host-Tags:
env:ACC|DEV|TST|PRD
app:biztalk
Servicefilter:
Service starts with: BizTalk
Bakery-/Softwareverteilung
Die komplette Installation umfasst mehr als eine Dateiablage:
- Programmdateien unter
%ProgramFiles%, - Runtimeverzeichnisse und ACLs,
- Scheduled Task mit Providerkonto,
- Local-Check-Wrapper.
Der Wrapper allein kann per Agent Bakery verteilt werden, ersetzt aber nicht die lokale Providerinstallation und die Kontofreigabe. Für den ersten Rollout ist das signierte/abgenommene Deployment-Paket mit administrativer Installationsautomation die klarere Variante.
Healthchecks
schtasks.exe /query /tn "BizTalk Checkmk Pulse Provider" /v /fo list
dir "%ProgramData%\BizTalkCheckmkPulse\data\biztalk-checkmk-pulse.snapshot"
type "%ProgramData%\BizTalkCheckmkPulse\logs\biztalk-checkmk-pulse-*.log"
"%ProgramFiles%\BizTalkCheckmkPulse\BizTalkCheckmkPulse.exe" --consume
Soll:
- Task läuft jede Minute und endet mit
0. - Snapshot ist kleiner als
SnapshotMaxBytesund jünger als 180 Sekunden. - Log nennt das dedizierte Providerkonto.
- Platform zeigt
read_only_group=.... - SQL Access zeigt
targets=2,available=2. - Suspended Instances zeigt total/resumable/non-resumable/routing failures.
- Receive Locations und Send Ports zeigen getrennte expected/unexpected Werte.
- Endpoint Reachability zeigt bei Erfolg nur die Gesamtzahl und bei Fehlern ausschließlich nicht erreichbare oder wirklich unaufgelöste Ziele.
- keine berechtigungsbedingten
UNKNOWN-Services.
Alarmierung der Transportkette
Ein Ausfall des Providers wird über alle neun Services als UNKNOWN
sichtbar. Die Summary nennt fehlenden, unlesbaren, ungültigen oder stale
Snapshot. Als Betriebsregel sollte UNKNOWN dieser Services genauso
eskaliert werden wie ein technischer Monitoringausfall.
Optional kann Windows Task Scheduler zusätzlich durch vorhandene Checkmk Task-/Event-Log-Regeln überwacht werden. Das ist eine Ergänzung, kein Ersatz für die eingebaute Stale-Prüfung.
Rollout
Empfohlene Reihenfolge:
- ACC: Berechtigung, Task, Snapshot, Stale-Test und Discovery abnehmen.
- DEV/TST: gleiche Automatisierung und umgebungsspezifische Config.
- PRD: Change, Wartungsfenster, Healthcheck und fachliche Plausibilität.
Ausführliche Architektur, ACL, Fehlerbilder und Abnahmekriterien: Dokumentation.md.