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Endpoint-Katalog und Netzwerkprobe
Automatischer Betrieb
Der privilegierte Provider liest bei seiner bereits vorhandenen
MSBTS_SendPort-/MSBTS_ReceiveLocation-Abfrage auch die dokumentierten
Transportadressen. Fehlt die Datei
%ProgramData%\BizTalkCheckmkPulse\data\endpoints.xml
wird sie im ersten erfolgreichen Lauf erzeugt. Danach erfolgt der vollstaendige
Abgleich alle EndpointDiscoveryIntervalHours (Default: 168 Stunden). Ein
Fehler beim Abgleich ersetzt keinen letzten gueltigen Katalog. Checkmk meldet
den ueberfaelligen/fehlgeschlagenen Abgleich trotzdem als UNKNOWN.
Unabhaengig vom Wochenabgleich wird bei jedem Minutenlauf gegen den aktuellen BizTalk-Runtimezustand gefiltert:
- Receive Location nur bei
IsDisabled=false - Send Port nur bei
Status=Started - dynamischer Send Port nie als statisches Ziel
Damit wird ein inzwischen gestopptes/deaktiviertes Artefakt sofort nicht mehr geprueft. Neue Artefakte werden spaetestens beim naechsten Wochenabgleich aufgenommen.
Sicherheitsmodell
Der Katalog speichert nicht die vollstaendige BizTalk-Adresse. Persistiert werden nur:
- Artefakttyp, Anwendung, Name und Transportrolle
- Adaptername
TCPoderUDP- Host und Port
enabledundautoDiscovered
URI-Benutzerinformationen, Kennwoerter, Pfade und Querystrings werden nicht
geschrieben. Der Katalog liegt im bereits ACL-geschuetzten data-Verzeichnis;
nur Provider und Administratoren duerfen ihn aendern. LocalSystem liest nur
den separaten, validierten Checkmk-Snapshot.
Manuelle Korrektur eines automatisch nicht aufloesbaren Endpoints
Vor einer manuellen Aenderung den Scheduled Task kurz stoppen und die Datei
sichern. Einen vorhandenen Eintrag auf den gewuenschten Host/Port korrigieren
und autoDiscovered="false" setzen. Der vorhandene key bleibt unveraendert:
<Endpoint
key="SENDPORT|ORDERS|SP ORDER OUT|PRIMARY"
artifactType="SendPort"
application="Orders"
artifact="SP Order Out"
transportRole="Primary"
adapter="Custom Adapter"
protocol="TCP"
host="gateway.example.internal"
port="7443"
enabled="true"
autoDiscovered="false" />
Manuelle Eintraege werden beim Wochenabgleich erhalten. Stimmen Artefakttyp
und key mit einem Send-/Receive-Artefakt ueberein, gilt weiterhin dessen
Started-/Enabled-Filter. Ein zusaetzliches, nicht an BizTalk gebundenes Ziel
kann artifactType="Manual" verwenden; es wird bei enabled="true" immer
geprueft.
Nach dem Speichern Task wieder starten und pruefen:
Start-ScheduledTask -TaskName 'BizTalk Checkmk Pulse Provider'
Get-Content "$env:ProgramData\BizTalkCheckmkPulse\logs\*.log" -Tail 100
& "$env:ProgramFiles\BizTalkCheckmkPulse\BizTalkCheckmkPulse.exe" --consume
Ungueltiges XML, doppelte Keys, falsche Maschine/Umgebung, unbekannte Protokolle, ungueltige Ports und uebergrosse Dateien werden verworfen. Der Provider kann bei vollstaendig verfuegbarem BizTalk-Runtimezustand einen ungueltigen rein automatisch erzeugten Katalog neu aufbauen. Deshalb muss ein manueller Eintrag vor dem produktiven Einsatz gesichert und im Provider-Log verifiziert werden.
Protokollgrenzen
TCP-Connect ist fuer HTTP(S), SFTP, FTP, SMB/UNC, WCF und net.tcp der
passende nebenwirkungsfreie Netzwerktest. Er bestaetigt DNS, Routing,
Firewall und einen annehmenden TCP-Port, aber nicht die fachliche Antwort der
Zielanwendung.
UDP ist verbindungslos. Bei udp://host:port bestaetigt der Check nur DNS,
Route und erfolgreichen lokalen Datagrammversand. Fuer einen belastbaren
UDP-Dienstcheck waere ein adapter-/protokollspezifisches Request/Response-
Payload erforderlich; ein solches fachliches Paket wird bewusst nicht
erfunden.