Files
hermes-arch-stack/docs/INFERENCE_LIMITS.md
T

67 lines
3.8 KiB
Markdown

# Lokale Inferenz begrenzen
Die Workstation verwendet `hermes-local` als stabilen API-Modellnamen. Das
Routineprofil lädt Qwen3.5-4B Q4_K_M (Unsloth-Revision
`e87f176479d0855a907a41277aca2f8ee7a09523`), das große Profil weiterhin das
vorhandene Qwen3.8-27B. Die tatsächliche Auswahl steht in
`~/.config/hermes-stack-maintenance/llama.env`.
`hermes-stack-model routine` bzw. `hermes-stack-model large` schaltet explizit um
und beendet dabei laufende Gateway-Anfragen. Beide Dateien bleiben erhalten.
Es wird nur ein Hauptmodell gleichzeitig geladen. Die lokalen profilspezifischen
Konfigurationen `llama-routine.env` und `llama-large.env` enthalten absolute
Modellpfade. `scripts/prepare-workstation.py` prüft bzw. lädt die fest versionierten
Modelldateien und erzeugt fehlende Profile. Die vollständige Neuinstallation ist
in [NEW_WORKSTATION.md](NEW_WORKSTATION.md) beschrieben. Der normale Installer
allein lädt keine Gewichte und erzeugt diese Profile nicht.
Die alten Aliasse `qwen38-27b-local` und `qwen36-27b-local` bleiben als
Kompatibilitätsnamen für bestehende Sitzungen erreichbar. Sie bezeichnen dann
ebenfalls das aktiv ausgewählte Modell; die tatsächliche Modelldatei zeigt
`/props.model_path`. Neue Sitzungen und entbundene Cronjobs verwenden `hermes-local`.
## Drei Schutzebenen
- Der Runner setzt `--n-predict 2048` als Serverstandard. Das ist kein harter
Schutz gegen abweichende Clientparameter.
- In Hermes bekommt der lokale Custom-Provider `extra_body.max_tokens: 2048`,
`t_max_predict_ms: 540000` und ein Request-Timeout von 600 Sekunden. Der native
Generierungszeitgeber von llama.cpp prüft nur bei Zeilenumbrüchen und ersetzt
deshalb keine unabhängige Überwachung. `agent.run_budget_seconds: 1800` begrenzt
einen ganzen Auftrag einschließlich mehrerer Modellaufrufe und Wiederholungen.
- `hermes-stack-llama-watchdog.timer` prüft alle 15 Sekunden `/slots`. Bleibt
dieselbe Anfrage 600 Sekunden beobachtet aktiv oder überschreitet sie 2048
Tokens, startet die Überwachung den Hauptmodellserver neu. Dieses letzte
Auffangnetz hat eine Verzögerung von bis zu einem Prüfintervall nach erstmaliger
Beobachtung. Die Tokenzahl kann zwischen zwei Prüfungen überschritten werden.
Der Watchdog startet keine absichtlich gestoppten Dienste. Einzelne fehlgeschlagene
Proben führen nicht zum Neustart; erst 600 Sekunden zusammenhängende Fehler bei
demselben aktiven Server. Wartung, Modellwechsel und Updater verwenden dieselbe
Sperre. Neustarts haben mindestens 600 Sekunden Abstand. Ein Bootwechsel setzt
monotone Zeitstempel zurück. Der Status speichert keine Prompts oder Antworten;
Diagnosen stehen ausschließlich im lokalen Journal, ohne Chatbenachrichtigung.
Die Grenzen stehen in `config.env` (Watchdog), `llama.env` (Serverstandard) und
`~/.hermes/config.yaml` (Hermes). Bei Änderungen diese Werte gemeinsam pflegen.
Grenzen gelten pro Hauptmodell; das CPU-Kompressionsmodell bleibt getrennt.
## Prüfung und Rücknahme
```
systemctl --user status hermes-stack-llama-watchdog.timer
journalctl --user -u hermes-stack-llama-watchdog.service
cat ~/.local/state/hermes-stack-maintenance/llama-watchdog.json
```
Die Bereitstellung sichert vorherige Konfigurationen unter
`~/.local/state/hermes-stack-maintenance/inference-limits-*`. Ein Rückwechsel
auf `large` behält die Schutzmaßnahmen bei. Zum vollständigen Rückbau Timer
deaktivieren, die gesicherten Konfigurationen wiederherstellen und Modellserver
sowie Gateway neu starten. Cronjob-Modellbindungen sind über `hermes cron edit
JOB_ID --model MODELL --provider custom` wiederherstellbar.
Quellen: [llama.cpp Serverparameter](https://github.com/ggml-org/llama.cpp/blob/master/tools/server/README.md),
[Qwen3.5-4B](https://huggingface.co/Qwen/Qwen3.5-4B),
[verwendete GGUF-Dateien](https://huggingface.co/unsloth/Qwen3.5-4B-GGUF/tree/e87f176479d0855a907a41277aca2f8ee7a09523).